Mir geht es gut. Es ist Montag Nachmittag und ich sitze im Garten eines schicken Einfamilienhauses. Neben mir steht ein Tisch mit Glasplatte und darrauf mein italienisches Bier. Bis grade eben habe ich noch australische hoeflichkeits Gespraeche gefuehrt. Wie mir Melbourne gefalle und ob ich Zuhause vermisse wuerde ich gefragt. Nachher esse ich Kasserolle mit Jaegersauce, dazu gibt es Weisswein.
Es ist der 25. Dezember, in Australien feiert man Weihnachten. Obwohl ich Weihnachten ohne meine Familie verbringe fuehle ich mich aufgehoben. Um mich herrum wird gesmalltalked um die allgemeine Beklommenheit zu lockern so scheint es, so wie es sich unbekannte Australier traditionell immer tun. “Are we all stupid?” fragt mich einmal die Grossmutter. Der auf ihre Frage jedoch sofort mit entschuldigendem Gelaechter ins Wort gefallen wird. Ich laechel sie an, und verneine. Darraufhin setzte ich mich zu ihr, und sie erzaehlt mir von ihrer Reise nach Europa, die sie nach ihrer Pansion gemacht hat.
Spaeter am Nachmittag dann faulenze ich im Fehrnsehzimmer. Es faellt einem leicht sich in der Betriebsamkeit einer kinderreichen Familie zu entspannen. Selbst wenn dann im Gegentausch Plastikspielzeug aus Sofaritzen piekt. Der 1 meter mal 70 zentimeter grosse Plasmabildschirm zeigt “Babe”, ein kiscthige Komoedie, wie ich finde. Die Soehne, etwa 7 und 9, zocken auf ihren Nintendo DS. Ab und zu bestellen sie mit schokoladigen Muendern Sandwiches bei ihrer Mutter. Mein Kopf ist immer noch bedutend schwerer als sonst. Vielleicht waren die Biere in der Sonne doch so keine gute Idée..
Es werden Meeresfreuchte gegrillt, die bis auf die Prawns aber wenig lecker sind. Neben den gummihaften Kalamaris, die sowieso keiner haben will, schmecken die Austern extrem gurkig. Die Krone setzt dem ganzen dann das australische bier auf, dass sich mit dem Fisch zu einem absonderlichen Geschmack im Mund formt. “An australian classic” wird mir beteuert sei das. Was ich nur mit einem “Oh, really!” quittiere.
Am Abend nimmt mich mein Mitbewohner zu einer Party mit. Die Location gefaellt mir. Wie ich es aus Berlin kenne, ist die Party in keiner “gemachten” Raeumlichkeit, sondern in einem Lagerhaus. Ich finde ein paar Typen mit denen ich Trashtalk mache. Wir unterhalten uns ueber dies&das: Futurama, Fehrnsehen, Gesellschaftsunterschiede. Der 90’s pop wummert und ab und an dance ich ein wenig. Neben mir tanzt ein Kerl mit ausladener Gestik. Er muss viel zeit verbracht haben MTV zu studieren, denn seine Tanzschritte aehneln denen von MC Hammer. Als er die Tanzflaeche verlaesst bittet er mich darum seinen Platz frei zu halten. Was ich anfangs auch mache. Als er aber nach einer Viertelstunde nicht wieder da ist vergesse ich meine Pflicht, was nun ohnehin egal ist, da sich die Party inzwischen extrem geleert hat.
Der Nachhauseweg gestaltet sich verwirrt. Arthurton ecke Nicholsonstreet gucke ich auf mein Stadtplan als ich aus der ferne ein “Are you serious!?” zugerufen bekomme. Es muss ein bizarres Bild gewesen sein das ich abgegeben habe. Morgens um sechs, wenn die Sonne ueber Melbourne aufgeht, die Temperatur ihren Tagestiefstpunkt erreicht hat und die Strassen leer gefegt sind, steht jemand voellig durch vom party machen, mit Stadtplan in der Hand auf der Strasse, und sucht nach seinem Weg nach Hause. Angestochert von meinem Bild wanken zwei Kerle auf mich zu. Sie haben drogenstarre Blicke in den Augen und Blumenstraeusse in der Hand. Als ich sie frage wohin sie gehen kriege ich ein “Warehouseparty” zugeworfen. Ich drehe mich um, und lauf nach hause.
4 Kommentare:
honestly, you should become a professional book author my lyrical brother.. hehe, oder zumindest short stories veroeffentlichen, lesen sich immer sehr smooth deine blog eintraege. ey cool, dass es dir ffensichtkich "schnieke" geht! ol se best und schon mal n geilen rutsch rinn in 08..! Nick
prost neujahr wünsch ick ihenen herr hinz. auf das sie ein herrliches jahr verleben mit vielen neuen, interessanten, erfolgreichen und wundervollen tagen .auf bald.
samira
rafael....
wo sind die ollen geschichten...
wir wollen ollen blogstory
stadtältester
Big Z
alter, ich sags ja, blogs und rundmails sind die neuen Bücher des Jahrtausends
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